03.03.2019 Altonaer Theater: Auf alten Pfannen lernt man kochen

Eine Frau und ein Mann treffen sich zufällig auf der Probebühne eines Theaters: Sie Lehrerin, er ihr ehemaliger Schüler, der gerade seine Karriere startet. Sie singen, tanzen, trinken und deklamieren ihre Lieblingsklassiker. Es gibt für beide heute nur eine Möglichkeit: Sich mit geschlossenen Augen und offenen Armen in die Liebe zu stürzen. Diese Nacht ist ein Hoch auf die Liebe samt ihrer heimlichen Seitenpfade. Und nur in dieser Nacht scheint das Unmögliche möglich zu sein…
Cornelia Schirmer ist als Schauspielerin und Sängerin schon lange auf Deutschlands Bühnen unterwegs. Der junge Delio Malär erobert gerade in Hamburg und Zürich die Bretter, die die Welt bedeuten im Sturm. Sie liefern sich eine schauspielerische und musikalische Schlacht um das Drama mit den Vorsprechrollen, die Tücken des Altersunterschieds in der Liebe und die große Liebe zum Theater.

Cornlia Schirmer wird 1968 im thüringischen Schweina geboren. Nach dem Abitur studiert sie ab 1987 an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Dort erlebt sie die Nacht des Mauerfalls. Er fällt mit der Premiere des Filmes „Coming out“ zusammen, in dem sie mitspielt, und der 1990 bei der Berlinale den Silbernen Bären gewinnt. Noch vor Abschluss des Studiums wird Jürgen Flimm auf sie aufmerksam, der ihr als einer der Juroren des deutschsprachigen Schauspielschultreffens gemeinsam mit Bruno Cathomas den Solopreis verleiht. Danach engagiert er sie ans Thalia Theater, wo sie sieben Jahre lang zahlreiche Rollen spielt. 1998 wechselt sie an das Deutsche Theater in Berlin, wo sie u. a. als Desdemona in „Othello“ auf der Bühne steht. 2001 kehrt sie als freischaffende Schauspielerin zurück nach Hamburg. Hier spielt sie am St. Pauli Theater in den Kammerspielen. Sie unterrichtet und inszeniert an der Schule für Schauspiel Hamburg, z. B. „Romeo und Julia“. Cornelia Schirmer hat drei Söhne, für die sie eigene Kinderlieder schreibt. 2009 erschien die CD „Nicht die Haare waschen“. Ihr Liederabend „Fritz der Traktorist“ befasst sich mit ihrer Kindheit in der DDR und sorgt viele Male für ein ausverkauftes Schmidt-Theater. 2012 spiele sie Frau Müller in der Komödie „Frau Müller muss weg“ in der Komödie Winterhuder Fährhaus.